Nachdem Atmadscha unter rumänische Herrschaft geraten war, wurde es wie viele andere Dörfer von seinen turko - tatarischen Bewohnern verlassen und es siedelten sich Bessarabiendeutsche an.
Die Ansiedlung war erfolgreich und führte zur Gründung einer Gemeinde mit Kirche und Schule, die bis 1940 bestanden.
Lydia Bergen geb.Bruneske, die in Atmadscha zur Welt kam und ihre Kindheit bis zur Umsiedlung dort verbrachte, hat ihre Erinnerungen an diese Zeit sehr lebendig zu Papier gebracht.
Ihre Kinder haben sie unter dem Titel "Kindheit in der Dobrudscha" herausgegeben und man kann sie bei www.amazon.de oder unter www.edition-octopus.de bestellen.
An der North Dakota State University werden die autobiographischen Texte von Johannes Bonekemper, der ab 1848 Pfarrer in Atmadscha war, ins Englische übersetzt und herausgegeben.
Heute heißt der Ort Atmagea. Wenn man die alte Heeresstraße von Konstanza nach Tulcea fährt, muß man einige Zeit vor Babadag links abbiegen.
Dann geht es durch Slava cercesa, ein Tscherkessendorf, und durch Slava rusa, ein Dorf mit russischen Bewohnern, nach Ciucurova. Als Tschukurowa war es früher auch ein deutsches, noch früher ein türkisches Dorf.
Von Ciucurova aus kommt man dann in das ganz abgelegene Atmagea.
Während Atmadscha früher das bedeutendere Dorf mit Pfarrer und Kirche war und die Bewohner von Tschukurowa vom Pfarrer in Atmadscha mitbetreut wurden, gehen die Kinder beider Dörfer heute in die Schulen von Ciucurova, das auch Bibliothek und Polizeistation hat.
Die türkische Bedeutung von Atmadscha ist Sperber.